Heinz Mack im Atelier der Bildgiesserei Noack

Eine 120 jährige Tradition in der Herstellung von Moderner Kunst!

 

„Es bedeutet mir viel, dass die seit Jahrzehnten hochgeschätzte Bildgießerei Noack in Berlin aus meinen Modellen hochwertige Bronzeskulpturen herstellt, welche den Vergleich mit historischen Meisterwerken bestehen müssen.“ (Zitat Heinz Mack)

Heinz Mack hat seit 1984 immer wieder mit der Bronzegießerei Hermann Noack zusammengearbeitet. Dabei entstanden mehr als dreißig Skulpturen: Werke, die weniger als einen Meter hoch sind, genauso wie 10 oder sogar 18 Meter hohe Stelen, die für einen Ort im öffentlichen Raum geschaffen wurden – etwa der monumentale „Obelisk“ auf dem Berliner Henriettenplatz am Westende des Kurfürstendamms oder der 30 Meter hohe „Licht-Pfeiler“ vor dem Europacenter sind Beispiele für die Zusammenarbeit.

Zur Ausstellung ist ein Katalog mit dem Titel Mack 1984 -2020  erscheinen.

Heinz Mack – Neue Skulpturen

Die 5. Generation / BDM Gruppe / Georg Baselitz

Next Generation

Die nächste Generation der Bildgießerei-Familie Noack – the next generation gonna be female.

Es mag den ein oder anderen enttäuschen, dass es einen Hermann Noack V. mit diesem Namen nicht geben wird, damit wäre eine 124- jährige Tradition erstmals unterbrochen.  Aber der Grund ist ein sehr einfacher: die fünfte Generation in der Führungsriege der Gießerei wird weiblich sein, denn zwei Töchter stehen bereit die nachfolge anzutreten.

Nicht nur mit dem Thema Frauen in Führungspositionen sind wir zeitgemäß, sondern auch zum Thema Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit und sozialverträgliche Mitarbeiterführung handeln wir den neuen Herausforderungen entsprechend vorbildlich.

Beispielsweise wird Strom für den Betrieb von Solarzellen, die sich auf dem Dach der 4500 Quadratmeter großen Gießerei befinden, erzeugt, überschüssige Kilowatts werden in das Berliner Netz gespeist.
Werkstoffe wie Gips, Sand und Bronzereste recyceln wir für die Produktion neuer Kunstwerke; der Betrieb offeriert den Mitarbeitern mehr bezahlte Urlaubstage als üblich und versorgt diese mit einem selbst gekochten Mittagessen aus der Bar Brass; der Fuhrpark der Firma ist teilweise elektrisch betrieben.

Wir planen zudem den Ausbau mehrerer Gebäude Am Spreebord und wollen den Standort in eine blühende innerstädtische, öffentliche Kulturlandschaft verwandeln. So arbeiten wir an der Erschließung des Kalksteinmehlgebäudes kurz KSM mit Ateliers, Galerien und einem sonnendurchfluteten Café direkt an der Spree, einem musealen Schaulager in einem historischen Gebäude, sowie an einem Uferwanderweg, der mit Skulpturen aus der Bildgießerei Hermann Noack zu begehen sein wird.

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Das Noack Logo am Sandslinger
  • Historie

Die Geschichte der Giesserei

Die Gründung der Bildgießerei geht zurück auf das Jahr 1897. Bis 2009 befand sich ihr Firmensitz in der Fehlerstraße in Berlin-Friedenau. Durch die Neuherstellung prominenter Denkmale, wie der Quadriga von Schadow, des Gusses der Berliner Bären nach dem Entwurf von Renée Sintenis oder der Restaurierung der Viktoria von Drake auf der Siegessäule, hat die Bildgießerei das Berliner Stadtbild mit geprägt und bewahrt.

Die Geschichte der Skulptur im 20. Jahrhundert ist somit eng mit dem Namen Noack verbunden. Auch während der Teilung Berlins blieben wir für namhafte Künstlerinnen und Künstler eine der ersten Adressen und wurden durch die Ausführung von Aufträgen in Europa und den USA international bekannt. Für Wilhelm Lehmbruck, Käthe Kollwitz, Georg Kolbe, Henry Moore, Joseph Beuys, Rainer Fetting, Georg Baselitz und Jonathan Meese haben wir den künstlerischen Wandel in der Auffassung der Plastik mit vollzogen und ausgearbeitet. Neben dem klassischen Bronzeguss entwickelten wir im Laufe der Jahre weitere Gieß-, Patinierungs- und Veredelungsverfahren und konnten unsere Produktionsstandards stets steigern.

Es war und bleibt unser Anspruch, auf die künstlerischen Maßgaben einzugehen und deren Umsetzung zu perfektionieren. Die Integration moderner Verfahren in den Produktionsprozess ist für uns selbstverständlich. Somit können wir auch zukünftig die Aufgabe erfüllen, den materialtechnisch hohen Voraussetzungen von zeitgenössischer Kunst absolut gerecht zu werden.

Renèe Sintenis und Hermann Noack II / Hermann Noack III
  • Historie

Aus der Geschichte der Bildgiesserei

Vorwort Eberhard Diepgen anlässlich der Bucherscheinung „Bronzegiesserei Noack“ 1993 im Ravensburger Verlag

 

Im Grenzbereich zwischen Handwerk und Kunst sind Kenntnis und Einfühlungsvermögen, Fertigkeit und Erfindergeist gleichermaßen notwendig. Die Bildgiesserei Hermann Noack ist seit vielen Jahrzehnten und weit über die Grenzen Berlins hinaus dafür bekannt, daß sie mit großem Erfolg in diesem Grenzbereich arbeitet.

Plastiken und Figuren aus dem kleinen, doch gediegenen Betrieb markieren besondere Orte in unserer Stadt. Da ist die Amazone im Tiergarten, da sind die großen Werke von Henry Moore vor der Nationalgalerie und vor der Akademie der Künste. Da ist aber auch der Bär an der Autobahn, die von Südwesten nach Berlin hineinführt. Er begrüßte Heimkehrer und Gäste. Er ist ein unauffälliges, doch vielen bekanntes Wahrzeichen unserer Stadt.

Hergestellt wurden all diese Figuren in einem Familienbetrieb, dem immer wieder die seltene Verbindung von künstlerischer Ambition und handwerklicher Perfektion gelingt. Berlin verdankt der Bildgiesserei Noack die Verwirklichung künstlerischer Ideen und damit manche Stelle mit einer besonderen Atmosphäre.

Die Verbindung zwischen der Gießerei Noack und ihrer Heimatstadt besteht seit vielen Jahrzehnten und gerade durch die großen Wahrzeichen Berlins: Nachdem die Quadriga auf dem Brandenburger Tor im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt worden war, stellte die Werkstatt eine neue her. Die Viktoria am Großen Stern, von den Berlinern auch „Gold-Else geheißen, verdankt ihren glänzenden Gesamtzustand ebenfalls den Fachleuten des Hauses Noack.

Wahrzeichen und Symbole bringen Gemeinsamkeiten und das Gefühl von „Identität“ zum Ausdruck. Und sie schaffen uns einen Zugang zur Vergangenheit. Denkmäler wie das Ehrenmal des 20. Juli 1944 lassen uns innehalten und rufen uns zur Erinnerung auf. Ernst Reuter ist unvergessen; die „Flamme“ die sein Andenken bewahrt, sorgt dafür, daß auch spätere Generationen an ihn denken werden.

Für die Zukunft sind der Werkstatt Erfolg und Anerkennung in einem Maß zu wünschen, das der Vergangenheit in nichts nachsteht. Denn die feste Verwurzelung der Bildgiesserei Noack in Berlin macht unserer Stadt nicht nur Ehre, sie bietet auch interessierten jungen Menschen die Möglichkeit, einen Beruf mit besonderem Anspruch in einer der anerkanntesten Bildgiessereien zu lernen. Betriebe wie die Bildgiesserei Noack sind selten geworden. Und in gewisser Hinsicht sind sie heute selbst, was sie selbst herstellen: Kunstwerke.

Fotos unten: Henry Moore und Hermann Noack III

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