Pressematerial

Joel Meyerowitz – M E Y E R O W  I T Z

14.09.2023 – 16.12.2023

 

Öffnungszeiten: Mo – Do, 12 -17 Uhr; Fr – Sa, 12 – 18 Uhr

 

In Kooperation mit der Howard Greenberg Gallery (NYC) präsentiert die Werkstattgalerie Hermann
Noack eine Joel Meyerowitz Retrospektive mit dem Titel „M E Y E R O W I T Z“, die den 85.
Geburtstag des international renommierten Fotografen begleitet.

Die umfassende Retrospektive mit über 100 Werken unterstreicht die Position von Joel Meyerowitz
als einen der bedeutendsten Fotografen unserer Zeit. Geboren 1938 in New York wuchs er in der Bronx
auf und arbeitete nach einem Studium der Malerei, Kunstgeschichte und Illustration an der Ohio State
University zunächst als Werbegrafiker, bevor er 1962 begann zu fotografieren. In seinem so vielseitigen
wie einflussreichen Œuvre, das sich über mehr als sechs Jahrzehnte erstreckt, hat Meyerowitz die
philosophische Komplexität der Fotografie und deren poetisches Potential auf verschiedenste Weise
erkundet.

Das Gefühl der Stille, das Meyerowitz in seinen Fotografien evoziert, ermöglicht eine einfühlsame und
zugleich distanzierte Perspektive auf die sichtbare Wirklichkeit. Meyerowitz reiht sich mit dieser
Ästhetik in die Programmatik der großen Künstler*innen des Amerikanischen Realismus ein – vorrangig
Edward Hopper. Eine atmosphärisch eng verwandte Reflexion menschlicher Erfahrung und deren
Gebundenheit an das Mysterium der Zeit findet sich sowohl in den Gemälden Hoppers als auch in der
Fotografie von Meyerowitz, mit dem ihn außerdem ein erstaunliches Gespür für Raumtiefe und Licht
verbindet.

Menschen zwischen den Hochhäusern der Fifth Avenue, eine Frau hält ihren Hut, ein Mann liegt
gestürzt am Eingang zur U-Bahn – seine Fotos von den Straßen New Yorks wirken weder geplant noch
inszeniert und offenbaren doch eine bildimmanente Logik. Sanftheit gepaart mit Humor,
durchbrochen von Momenten der Grausamkeit. Dinge und Menschen wirken im Bildaufbau nahezu
melodisch aufeinander abgestimmt.

Joel Meyerowitz ist ein außergewöhnlicher Fotograf – sein vielleicht wichtigster Beitrag zur Welt der
Kunstfotografie war die Einführung der Farbe als mögliche Darstellungsform. In den frühen 1960er
Jahren, als nur Schwarz-Weiß als „ernsthafte“ Fotografie galt, experimentierte Meyerowitz mit der
Ästhetik der Farbe. Er ermutigte und überzeugte Fachleute wie John Szarkowski, den legendären
Kurator für Fotografie am New Yorker MOMA, Stephen Shore und sogar William Eggleston, dass Farbe
eine praktikable Form der ausdrucksstarken Fotografie sein kann. Unverblümte Straßenbilder, üppige
Landschaften, freizügige Porträts und Stillleben erreichen in Farbe eine neue Dimension.

Die Meyerowitz-Ausstellung ist nach der erfolgreichen Einzelausstellung zu Vivian Maier die zweite
Präsentation in der Werkstattgalerie Hermann Noack, die sich der Street Photography widmet.

 

 

 

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